Wenn dem so wäre, warum sterben dann
überdurchschnittlich viele Raucher z. B. an Krankheiten wie COPD oder
Lungenkrebs? ... Das läuft Ihrer These "Rauchen ist nützlich für den
Organismus" doch ziemlich zuwider.
[Zitat von Chatpartner]
Ihrem beschränkten Wissen über die auf diesem Gebiet stets im Wandel sich
befindenden wissenschaftlichen Handlungsempfehlungen sollten Sie keine zu
simplen Thesen folgen lassen.
Sie könnten nämlich Ihren einfachen Schluss – genauso falsch - auf
Medikamente anwenden:
Wenn dem so wäre, warum sterben dann
überdurchschnittlich viele, die in ärztlicher Behandlung sind und
Medikamente zu sich nehmen? … Das läuft der These „Medikamente sind
nützlich“ doch ziemlich zuwider.
(Anmerkung: Dass Sie sich gegen diese These sträuben würden, aber bei einer
Ersetzung durch „Rauchen“ sofort aufgeschlossen wären, hat mit Ihrem
„stereotyped thinking“ zu tun.)
Dann z. B. auf die Schnelle gegoogelt:
Arzneimittel sind, wie wir bereits gesehen haben, in
den USA eine der hauptsächlichen Todesursachen. Dies wird aber in den
Statistiken niemals direkt angegeben. Nach einer Erhebung des “Journal of
the American Medical Association” handelt es sich um 90.000 bis 160.000
Todesfälle pro Jahr, die auf die Einnahme von Arzneimitteln zurückgeführt
werden können …
An der sechsten Stelle der häufigsten Todesursachen stehen überdies
vermeidbare medizinische Kunstfehler: 40.000 – 90.000 Todesfälle jährlich.
Quelle: Centers for Disease Control, CDC
Voilà: Verbieten!
Natürlich nicht. – Ich wehre mich nur gegen den „Weisheitsanspruch“, unsere
körperlichen Triebe und Bedürfnisse, welche derzeit für die ärztliche
Wissenschaft keinen erklärbaren Sinn ergeben, voreilig „als Krankheit zu
diagnostizieren“.
Im Gegensatz zur Medikamentenvermarktung fehlt es unserem körpereigenen
Bedürfnissystem offensichtlich an der heutzutage notwendigen finanzkräftigen
Lobby (Studien-Auftraggeber), welche die Erfolge unserer nicht-rational
gesteuerten Handlungen wissenschaftlich bestätigen lässt.
Historische Erfahrungen mit falschen aber selbstbewussten Ratschlägen sowie
die nach wie vor unzureichende Kenntnis der komplexen körperlichen
Zusammenhänge – gerade in Bezug auf menschliche Handlungsantriebe - sollten
eigentlich „die ärztliche Wissenschaft“ vorsichtiger urteilen lassen.
Die entgegengesetzte Frage hätte nämlich auch ihre Berechtigung: Wenn
Rauchen so gefährlich ist, warum kann es dann Raucher geben, die über 100
Jahre alt werden (und erfolgreiche Lebensläufe generieren)?
Im Übrigen haben Sie scheinbar nicht verstanden, dass die Anwendungsgebiete
- sich Gifte zuzuführen - individuell sind und dem Rauchverlangen
unterschiedlichste zu bewältigende Ursachen bzw. Lebensaufgaben zu Grunde
liegen. Das Rauchbedürfnis geht sehr oft mit der körperlichen Hochphase
einher. Sie beginnt i. d. R. während der Pubertät [unabhängig von Gesetzen,
die „kriminell“ machen] und wird ebenfalls sehr oft in der zweiten
Lebenshälfte aufgegeben bzw. eingeschränkt, wenn die körperliche
Entgiftungsfähigkeit nachlässt. (Die Ratio schafft sich – nachgeordnet [!] –
die Gründe für die eigenen Handlungsveränderungen.)
Die Bevormundungssucht - auf das Leben anderer einzuwirken – ist mit
Ursache, die uns dieses Thema hier eingebrockt hat. Ansonsten die bekannten
Egoismen: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ (Lass mich zu der
geilen/ausgelassenen Stimmung in Raucherkneipen, aber raucht nicht.) Es
braucht mir keiner erzählen, dass es nicht genügend Angebote für NR gibt.
Das totale Rauchverbot ist überflüssig wie ein Kropf.
3. April 2010
Ich möchte Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich kein Jurist bin - keine Rechtsauskünfte erteile - und
das von mir
i. S. Rauchverbot niedergeschriebene lediglich meine persönliche Rechtsauffassung darstellt.
-.-
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